Übung mit der Löschgruppe Grundschöttel

Übung für den Ernstfall im Haus Bethanien

Feuer im Haus Bethanien: Bewohner im sechsten Stock flüchten in Panik aufs Dach und müssen von dort evakuiert werden. Obendrein kollabiert ein Feuerwehrmann, der im verrauchten sechsten Stock den Brandherd gesucht hat. Auch er muss gerettet werden.

Zum Glück war es nur eine Übung, die in der Einrichtung der Evangelischen Stiftung Volmarstein stattfand. Im Haus Bethanien leben Menschen mit teilweise schweren Behinderungen. Sie zu retten, wäre im Ernstfall eine besondere Hausforderung.

„Alles hat gut geklappt“, so das Fazit von Axel Peitz, der als Sicherheitsfachkraft der Kontaktmann der Stiftung zur Wetteraner Feuerwehr ist. Mit Blick auf solche Übungen, die regelmäßig auf dem Stiftungsgelände stattfinden, betonte er: „Das Miteinander von Wehr und Stiftung ist wichtig.“

Mit von der Partie waren diesmal 30 Wehrleute aus den Löschgruppen Esborn und Grundschöttel, die den Einsatz in Form einer „Trockenübung“ absolvierten. Das bedeutetet: Aus den angeschlossenen Schläuchen spritzte kein Wasser. In die Rolle der Bewohner, die vom Dach gerettet wurden, schlüpften Statisten. Und es gab keinen „richtigen“ Rauch, durch den nichts zu sehen wäre. Stattdessen bahnten sich Wehrleute mit verbundenen Augen den Weg durch den sechsten Stock.

Am Ende der Übung mit ernstem Hintergrund gab es eine rührende Szene: Einsatzleiter Thorsten Duhme machte seiner langjährigen Freundin Sandra einen Heiratsantrag – und das mitten in einem großen Herz, das auf einer Wiese mit Hilfe eines Feuerwehrschlauchs geformt war. Sandra wurde als letzte Bewohner-Darstellerin mit dem Rettungskorb vom Dach evakuiert, als sie von oben sichtlich gerührt das Riesen-Herz erblickte. In dem stand ihr Freund erwartete sie. Übrigens: Am Boden angekommen, hat sie zu seinem Heiratsantrag sofort „Ja“ gesagt.

Bild Übung Bethanien